Project Eternity: Über das Design von Begleitcharakteren

Konzeptzeichnung

Chris Avellone hat in seinem persönlichen Blog im Obsidian-Forum einen Beitrag veröffentlicht, der Einblick in seine Design-Philosophie gibt. Er beschreibt darin die generellen Anforderungen an das Charakterdesign und die daraus resultierenden Anforderungen für die Umsetzung in Project Eternity veröffentlicht.

  • Begleiter müssen einen Zusatznutzen innerhalb der Spielmechanik besitzen.
  • Ein Begleiter sollte optional und niemals zwingend erforderlich sein.
  • Vorausgesetzt der Spieler findet gefallen an einem Begleiter, sollte dieser das Thema das Spiels gegenüber dem Spieler reflektieren, z. B. wie Kreia (Knights of the Old Republic 2), Kaelyn die Taube (Neverwinter Nights 2: Mask of the Betrayer) oder die Charaktere aus Planescape: Torment.
  • Charaktere sollten auf unterschiedliche Arten mit dem Spieler interagieren. Romanzen sind eine Möglichkeit, Kommentare oder Dialoginteraktionen weitere.
  • Charaktere sollten optisch wie akustisch markante Eigenheiten haben.
  • Charaktere wie etwa Kaelyn können ebenso subtil als Vermittler storyrelevanter Information dienen und damit lange Erklärpassagen umschiffen.
  • Reaktionen auf die Spielwelt, Bezugnahme auf laufende Ereignisse, Kommentare über aktuelle Zustände, Ausrüstung, Gegenstände, usw.

Mit Bezug auf die Arbeitsschritte von Project Eterntiy bedeutet dies:

  1. Entwicklung der Kernmechanik, möglichst unter Einbindung in den spielweltlichen Hintergrund, und Identifizierung der Kernelemente (ähnlich etwa Neverwinter Nights 2: Mask of the Betrayer das Seelenesser-Feature und Kampf).
  2. Charaktere entwickeln, die die Spielmechanik unterstützen, diese aber auch kommentieren und somit thematisieren.
  3. Individuelle Stärken und Schwächen der Charaktere innerhalb des Spielsystems ausmachen und gegenüber den anderen Figuren festigen.
  4. Einen rudimentären Charakter-Hintergrund entwickeln, der wichtige Infos beinhaltet aber Spielraum für Ausstaffierung lässt.
  5. Sammeln von optischen Referenzen für die Konzeptzeichner.
  6. Mit Beginn der schriftlichen Ausarbeitung der Dialoge einen charakteristischen Tonfall für die Figur entwickeln.
  7. Eine subtile Verflechtung der Figur mit dem Handlungsmotiv im Hinterkopf behalten.

Gerade bei diesem zweiten Abschnitt ist zu berücksichtigen, dass das eine Art Checkliste aufeinander folgender Arbeitsschritte ist und sehr wahrscheinlich nicht alle notwendigen Arbeitsschritte widerspiegelt.

Quelle: Chris Avellones Obsidian Blog

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